Màrton | DD | Rüde | 04/2024

MÀRTONS INFOS

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Susanne Braun

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Start | 06.09.2026
Màrton – unser Sonnenschein sucht seine Menschen

Manchmal beginnt ein neues Leben dort, wo eigentlich alles verloren scheint.

Màrton wurde in Ungarn am Straßenrand liegend gefunden. Er konnte sich mit seinen Vorderbeinen aufrichten, seine Hinterbeine jedoch nicht benutzen – Màrton war zunächst gelähmt. Was ihm passiert ist, wissen wir bis heute nicht.

Doch Màrton hat gekämpft. Schritt für Schritt kam die Bewegung zurück. Aus der Lähmung wurde ein unsicherer Gang und heute ist Màrton selbstständig unterwegs. Durch regelmäßige Physiotherapie hat er bereits große Fortschritte gemacht und entwickelt sich weiterhin positiv. Eine Ataxie ist geblieben, weshalb seine Bewegungen manchmal unkoordiniert sind und er auch schon einmal jemanden etwas unsanft anrempelt.

Auch die Kontrolle über Blase und Darm hat sich erheblich verbessert. Màrton setzt draußen bewusst Urin und Kot ab, kann beides aber nicht immer zuverlässig halten, insbesondere im Schlaf. Seine zukünftigen Menschen sollten deshalb bereit sein, damit unkompliziert und liebevoll umzugehen.

Und wer jetzt glaubt, Màrton sei vor allem ein „kranker Hund“, kennt ihn noch nicht. Denn dieser Kerl ist ein riesengroßer Schatz und ein echter Sonnenschein. Lebensfroh, liebenswert und einfach glücklich darüber, dabei sein zu dürfen.

Trotz seiner Einschränkung steckt in ihm natürlich auch ein Jagdhund. Neben der weiteren Physiotherapie möchte Màrton deshalb nicht nur körperlich, sondern auch geistig beschäftigt werden. Nasenarbeit und ruhige, seinem körperlichen Zustand angepasste Aufgaben würden ihm sicherlich große Freude machen.

Mit anderen Hunden ist Màrton grundsätzlich gut verträglich – nur Welpen gehören nicht zu seinen Freunden. Kleine Kinder sollten nicht in seinem neuen Zuhause leben, denn durch seine unkontrollierten Bewegungen kann er Menschen durchaus einmal kräftiger anrempeln.

Gesundheitlich hat Màrton außerdem bereits einiges hinter sich: Er erlitt zweimal eine Magendrehung. Bei der zweiten Operation wurde sein Magen fixiert, um das Risiko einer erneuten Drehung deutlich zu reduzieren.

Màrton braucht keine Menschen, die ihn bemitleiden. Er braucht Menschen, die sehen, was für ein großartiger Hund er trotz seiner Einschränkungen ist. Menschen, die seine Physiotherapie fortführen, mit kleinen Missgeschicken leben können, ihm Sicherheit geben und gleichzeitig Lust darauf haben, seinen klugen Jagdhundkopf zu beschäftigen.

Nach allem, was dieser besondere Kerl hinter sich hat, fehlt ihm eigentlich nur noch eines:

Seine eigenen Menschen. Ein Zuhause, in dem er nicht Patient oder Pflegehund ist, sondern einfach Màrton. ❤️

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